Mal wieder grassieren Mahnschreiben, wie schon oft. Diese sind in der Regel unseriös und einfach nur lästig. Diesmal warnt die rheinland-pfälzische Verbraucherzentrale vor Mahnschreiben bestimmter österreichischer Inkassounternehmen. Die Zahlungsaufforderungen kommen von Instituten namens ZFM Zentral Forderung Management, Gross Forderungsmanagement und Inkasso Group Ltd.
Die Empfänger würden aufgefordert, so die Verbraucherschützer, bis zu 200 Euro auf ein Konto in Bulgarien zu überweisen, sonst kämen rechtliche Schritte auf sie zu. Angeblich verlangten die Absender das Geld, weil die Empfänger an Gewinnspielen teilgenommen hätten. Auch ist die Rede von einem elektronischen Anrufblocker, den man gekauft hätte. Unberechtigten Forderungen sollte man per Fax oder Brief widersprechen. Wer die Angelegenheit einfach ignoriere, dem drohe nach mehrmaliger Mahnung ein negativer Eintrag, etwa bei der Schufa.
Die Verbraucherschützer bezeichnen die Angelegenheit als unseriös, die Inkassounternehmen als zweifelhaft.
Aus eigenem Erleben kann ich nur sagen, dass dieses in meiner Familie mehrfach geschehen ist, auch durch Anklicken von bestimmten Links in Internetseiten. Das ging so weit, dass Inkassobüros anriefen und die Zahlung verlangten. Widerspruch per Einschreiben kam als unzustellbar zurück. Die besten Erfahrungen haben wir mit den örtlichen Büros der Verbraucherzentralen gemacht. Diese hatten schon ein vorgefertigtes Antwortschreiben parat, auch konnte ich in einem Fall einen Juristen konsultieren, der zu bestimmten Zeiten anwesend war.
Vor allem grassierten auch die Einladungen zu Werbefahrten mit der Mitteilung, man habe gewonnen. Da rieten die Verbraucherschützer, sofort zerreißen. Ich habe mich mal auf so eine Fahrt eingelassen, das war ein furchtbares Erlebnis. Viele ältere Leutchen saßen da und warteten mit ihrem Schreiben auf den Gewinn. Sie wurden barsch und hämisch abgewiesen.
Also, auf nichts eingehen!
Foto: Markus Hein / pixelio.de

Eva
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