Kategorie ‘Reisen’

An der Küste Kroatiens – wunderschöne Ferienziele…

Adria

Ein atemberaubender Landstrich mit karstiger Küste und Inseln, der eine Reise wert ist. Vor allem auch Dubrovnik, wer einmal dort war, vergisst es nicht! – Übrigens lohnt es sich besonders in der Vor- oder Nachsaison. Da ist es nicht so heiß und auch nicht so voll für Besichtigungen. – Denn der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle Kroatiens.

Kroatien hat 6000 km Küste, zwar nicht sandig, aber schön, und 1.200 Inseln, kleine und größere. Wer nicht nur Badeurlaub machen will, kann im Hinterland sogar alpine Ausflüge machen. Und für kulturell Interessierte gilt es, auf den Spuren der Griechen, Römer und Venezianer die Kulturschönheiten der alten Städte, die oft Unesco-Weltkulturerbe sind, anzuschauen. Da ist natürlich Dubrovnik zu nennen, auch Weltkulturerbe-Stadt. Sie besticht mit der Schönheit ihrer Bauten. Natürlich reiht sich auch Restaurant an Restaurant, damit nicht nur das Auge satt wird vom Sehen.

Wer dann was Beschauliches unternehmen will, kann Bootstouren in die Canyons machen oder sich Sibenik anschauen, da ist die Altstadt sehr schön. Oder Touren zu den zahlreichen Inseln machen, die von Luxus bis zum Landleben alles bieten. Allerdings, so wird geraten, sollte man sich auf die starken Winde der kroatischen Küste vorbereiten. Sie kommen urplötzlich und ganz kräftig. Der Bora kann mit über 200 km/h über die Adriaküste rasen. Die Kroaten schwärmen, hinterher sei der Himmel umso blauer, das Wasser so glatt und die Luft wie Champagner.

(mehr …)

Ein Jodeldiplom – kommt uns das nicht bekannt vor??

104492_web_R_B_by_Liane_pixelio.deWas gab es kürzlich zu lesen, man kann ein Jodeldiplom erwerben? Ja, nämlich auf der Schmittenhöhe in Zell am See. Da gibt es einen Jodeltrainer, den Toni, der gibt Jodelkurse. – Aber Vorsicht, er wird natürlich in einem Atemzug mit dem ewig wunderbaren Sketch von Loriot konfrontiert. Kein Wunder, dass er es nicht mehr hören kann!

Bei den Jodelkursen führt Toni seine Schüler in anderthalb bis zwei Stunden in die komplizierte Welt des Jodelns ein, auch erklärt er die Jodelgeschichte und das Jodelalphabet. Es ist gar nicht so einfach, wichtig ist die Atemtechnik , die feinen Unterschiede zwischen Juchitzer und Almschrei beispielsweise und dann die verschiedenen Jodler!

Der Toni hatte die Idee mit der Jodelschule vor zwei Jahren, so wird berichtet. Erst war es eher ein Spaß, ist aber zum riesigen Event geworden. Demnächst würde er sogar nach Mexiko fliegen, um den Mexikanern das Jodeln beizubringen, heißt es! In seinen Kursen auf der Schmittenhöhe hat er bereits mehr als 3.000 Menschen „den Schnackler“ beigebracht, so ist zu lesen. Wie man sich denken kann, sind vor allem die Japaner und Chinesen ganz versessen aufs Jodeln, so sagt uns der Fachmann.

Ins Salzburger Land kommt man auch per Flugzeug, mit Eurowings bis Salzburg. Mit Mietwagen oder Bahn nach Zell am See.Wer mehr wissen will: www.zellamsee-kaprun.com. Die Jodel-Workshopf von Thomas Reitsamer (Toni) gibt es jeden Donnerstag im Juli und August, etwa 1,5 Stunden, 39 Euro inkl. Bergbahnticket. www.schmitten.at.

(mehr …)

Vor 175 Jahren gab es den ersten Ausflug mit Thomas Cook…

748601_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deNicht nur Gern- und Vielreisenden ist der Brite Thomas Cook ein Begriff. Er ist der Inbegriff des Reisens, er prägte den Pauschaltourismus. Dabei kam er aus einfachsten Verhältnissen, 1808 geboren, musste er mit zehn Jahren die Schule verlassen, um zu arbeiten. Einige Jahrzehnte später war er der erfolgreichste Reiseanbieter Englands. Aber alles begann vor 175 Jahren.

Am 5. Juli 1841 nämlich organisierte er die erste Reise für 500 Menschen,  eine Eisenbahnreise vom englischen Leicester ins elf Meilen entfernte Loughborough. Cook, baptistischer Missionar und strikter Abstinenzler, ging es zunächst nur darum, den sozial Schwächsten der Gesellschaft durch Ausflüge eine Alternative zum Alkohol zu bieten. Das Ziel dieses Ausfluges wählte er, weil sich dort ein Treffen der Abstinenzler befand.Im Reisepreis von einem Schilling war sogar ein Schinkenbrot und eine Tasse Tee enthalten. Und es spielte eine Blaskapelle, was großes Aufsehen erregte. Es war alles in allem ein Vorläufer der modernen Pauschalreise!

Ab 1846 organisierte er dann Gruppenreisen nach Schottland, Irland und aufs europäische Festland. Ab 1866 bot er Gruppenfahrten in die USA und nach Kanada, Kreuzfahrten auf dem Nil und sogar Weltreisen an. Bereits im Jahre 1900 hatte er es zu einem Weltunternehmen gebracht.

(mehr …)

Fischerstechen – bayrischer Sommersport

412581_web_R_by_Hartmut910_pixelio.deDas Fischerstechen ist eine bayrische Sommergaudi und mehr. Volkssport, Tradition, Gemeinschaftserlebnis etwa. Es ist eine wackelige Angelegenheit, dieses Fischerstechen. Junge Burschen oder auch gestandene Mannsbilder, sogar bei einigen Veranstaltungen auch fesche Frauen im Dirndl stehen auf einem langen schmalen Brett, das an ein hölzernes Ruderboot montiert ist. Schon der Weg an die Spitze des Bretts ist eine Herausforderung. Dann aber kommt erst das Schlimmste, in der Hand halten die Kontrahenten eine vorne gut gepolsterte Lanze, die ganz schön schwer ist. Der Gegner steht ebenso auf einem Brett an einem Boot.

Es geht ganz offiziell zu bei diesen Volksfesten: Wenn der Schuss des Schiedsrichters ertönt, geht es los. Die Wettbewerber müssen versuchen, mit allen Tricks den anderen ins Wasser zu befördern. Sie dürfen zwischen Schulter und Gürtellinie angreifen, nicht darunter oder darüber. Da passiert es schon mal, dass der Angreifer das Übergewicht bekommt und selbst im Wasser landet. Der ruhende Pol dabei ist der Mann im Boot, der dafür sorgt, dass das Gefährt möglichst still an einer Stelle bleibt, damit sich der Teilnehmer auf seinen Gegner konzentrieren kann.

Einer Sage zufolge sollen Ritterturniere Vorbild für das Fischerstechen gewesen sein, denn Fischer hatten keine Pferde, eben Boote. Diese alte Tradition, die in Vergessenheit geraten war, wurde am oberbayerischen Staffelsee   im Jahre 1985 wieder belebt. Seither treten am 15. August, dem bayerischen Feiertag Maria Himmelfahrt, 24 junge Männer an, um den Fischerkönig zu küren. An manchen Orten treten auch Mannschaften gegeneinander an, teils kümmern sich Vereine um die Ausrichtung, manchmal auch Gemeinden oder die Feuerwehr.

(mehr …)

Spanien ohne Siesta ? –

734275_web_R_by_w.r.wagner_pixelio.deWas hört man da, eine alte Tradition soll verschwinden? Spanien ohne Siesta? Sie gehört doch zum Land wie Paella und Sangria! Wir haben die Spanier sogar immer beneidet um ihren Mittagsschlaf!

Aber immer mehr Spanier wollen eine kürzere Mittagspause. Sie haben scheinbar die Nase voll von der dreistündigen Ruhepause. Manche bezeichnen die Siesta, die täglich von 14 bis 17 Uhr eingehalten wird, sogar als „verdammte Zwangspause“. Grund dafür ist häufig die große Entfernung zwischen Arbeitsplatz und Wohnort: Wer nicht so ohne weiteres nach Hause fahren kann, schlägt die Zeit nur tot, so sagen viele.

Die Vereinigung zur Rationalisierung der Zeiten (ARHOE) fordert eine Anpassung des Tagesablaufs an die Gewohnheiten anderer Länder in Westeuropa. Von zu wenig Produktivität ist die Rede, die sich logischerweise auf die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auswirke.

Überdies stellen sich viele die Frage nach dem Sinn der Siesta im Zeitalter moderner Klimaanlagen! Schließlich hat die Siesta mit der brütenden Hitze zu tun, die nachmittags über dem Land liegt.

Foto: w.r.wagner / pixelio.de

Ferien in Deutschland – Steinhuder Meer….

398407_web_R_K_B_by_Birgit Winter_pixelio.deSchon vor vielen Jahren war ich dort, weil Verwandte in der Nähe lebten. Es war einfach wunderschön. Was ich jetzt erst erfahren habe, ist, dass es eine kleine Insel in diesem größten Binnensee Niedersachsens gibt, die Festungsinsel Wilhelmstein. Und sogar einen Inselvogt! Michael Zobel verwaltet seit elf Jahren im Auftrag des Inselinhabers,  Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe-Bückeburg das Inselchen. Die Ausmaße betragen 107 mal 109 Meter.

Morgens um fünf Uhr beginnt sein Tag. Ein morgendlicher Rundgang vorbei an den Gästehäusern, dann in den Turm des ab 1765 erbauten Festungsbauwerks. Dort gibt es eine historische Waffensammlung, das Trauzimmer des Standesamtes Wunstorf, bis hinauf auf die Aussichtsterrasse. Das macht er zwei bis drei Mal pro Tag. Interessant ist, dass per Zeitungsanzeige jemand für diesen ungewöhnlichen Job gesucht wurde. Er entschied sich mit seiner Frau „für das Stück andere Welt mitten in Deutschland“, wie er sagt.

Kein Wunder, dass diese Attraktion viele Menschen anzieht! Rund 60 000 kommen jährlich per Schiff auf das Eiland. Die meisten bleiben nur einige Stunden. Sie spazieren rund um die Insel, das ist in zehn Minuten erledigt. Aber das trutzige Festungsbauwerk mit dem Museum wird auch stark frequentiert. Es zeigt ja auch eine Rarität, das Modell von Deutschlands erstem Tauchboot, dem Steinhuder Hecht. Das U-Boot wurde ab 1771 nach Ideen von Jakob C. Praetorius für den damaligen Fürsten gebaut. Überliefert sind zwei Entwurfszeichnungen, auf denen das U-Boot eine Fischform hat.

(mehr …)

Seelenrast -Autobahnkirchen…..

616932_web_R_by_H.D.Volz_pixelio.deJeder, der mal mit dem Auto in Urlaub gefahren ist, hat sicher die Wegweiser gesehen – Autobahnkirche -. Meist macht man nur mal kurz Pause an einer Raststätte und dann weiter. Aber beten? Warum nicht. Man kann um Gottes Schutz auf der Reise bitten und vielleicht an die Menschen zu Hause denken!

In Deutschland gibt es 50 Autobahnkirchen, die die Möglichkeit zur Andacht „on the way“ bieten. Das wissen die meisten gar nicht. Diese Gotteshäuser sind nie mehr als einen km von der Autobahn entfernt und stehen täglich wenigstens 12 Stunden offen. Urlaubsreisende und Staugeplagte können hier verschnaufen und wieder zu sich selbst und zur Ruhe finden.

Die meisten Autobahnkirchen sind zugleich Gemeindekirchen, sonntags finden hier Gottesdienste statt. Die evangelische Martinskirche in Waldlaubersheim etwa steht auf einem Hügel zwischen Weinbergen an der A 61. Schon seit dem 12. Jahrhundert gibt es diese Kirche bereits (natürlich nicht als Autobahnkirche!). Für Besucher liegt ein Gästebuch aus und lädt ein, eigene Gedanken einzubringen. Unter einem Kreuz aus Lindenholz können Gebetskärtchen angebracht werden und in einer Seitenkapelle kann man Kerzen anzünden.

Die katholische Autobahnkirche St.Christophorus an der A 5 lockt jährlich bis zu 300 000 Besucher an. Durch ihre Pyramidenform ist sie schon von weitem zu erkennen (siehe Foto). Die Erbauer haben sie 1978 bewusst so als Gegenpol zur Hetze des Verkehrsflusses geschaffen. Und auch als offene Einlagen neben den Rasthof gestellt. Und es ist ja auch so und wird manchmal vergessen: Jede Reise ist eigentlich auch heute ein Wagnis, Bitte um Reisesegen und Dank für den Schutz unterwegs sind ein alter Brauch.

Man nennt die Autobahnkirchen auch „Raststätten für die Seele“, sie werden nicht nur von Urlaubern sondern auch von Berufsreisenden benutzt. Zwei Drittel der Besucher, so die Erfahrung, betreten die Kirche wirklich, um zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Andere kommen aus Neugier, interessieren sich für die Architektur oder wollen auch einfach mal ausruhen.

Man findet auch Überblickskarten bei www.autobahnkirchen.de oder www.autobahnkirche.info.

Foto: H.D.Volz / pixelio.de

 

Copyright © 2013 Allerlei Frauerlei – Gesundheit, Garten und Genuss