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Ein Geburtstag – Die Sesamstraße ist 45 Jahre alt!

sesamstraßeUnglaubliche 45 Jahre ist die „Sesamstraße“ alt! Herzliche Gratulation an Ernie, Bert, Finchen, Samson und auch an den grummeligen Oskar. Nicht zu vergessen das Krümelmonster und all die anderen. Vor 45 Jahren wurde die „Sesame Street“ in den USA zum erstenmal ausgestrahlt. Nach Deutschland kamen die wunderbaren Handpuppen erst später, ab 1973. Die Älteren unter uns haben noch, wie ich mit meinem Sohn, die Originalfassung angeschaut!

Aber auch weltweit wurde diese Sendung schnell ein Riesenerfolg. Schließlich gab es nicht nur Spaß, sondern die Kinder konnten gleichzeitig etwas lernen: Die ersten Zahlen beispielsweise, die konnte man mit Graf Zahl singen. Über das verfressene Krümelmonster haben sich Generationen Kinder schlapp gelacht. Vor allem aber Ernie und Bert – diese unterschiedlichen Freunde, das war eine gute Erfahrung. Hoffentlich gibt es die Sesamstraße noch 45 Jahre und länger!

Übrigens haben viele berühmte Stars großen Spaß daran gehabt, mal in der „Sesamstraße“ zu spielen: 1978 kam Michael Jackson vorbei, dann auch Whoopi Goldberg, später sogar Michelle Obama. In Deutschland waren in den 70er Jahren Lilo Pulver, Horst Janson und Henning Venske dabei, auch Jochen Busse. 1988 kam Nena zu den kuscheligen Gesellen. 2006 Christoph Maria Herbst, Anneke Kim Sarau, dann auch mal Axel Prahl. Zum 40. Geburtstag gratulierte Caren Miosga, die sonst die Tagesthemen moderiert. Herbert Grönemeyer war da, der unvergessene Dirk Bach und sogar Udo Jürgens. Und wer war auch schon da? Helene Fischer. Das sind nur einige von den vielen Schauspielern, die zu Besuch da waren!

Da kann man nur von Herzen alles Gute wünschen für viele schöne Sendungen.

Foto: Sabine Geißler / pixelio.de

Hier wie dort beliebt – Spreewaldgurken

Vspreewaldor 25 Jahren, am Abend des 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer. In diesen Tagen finden vor allem in Berlin Gedenkfeste statt. Es ist auch heute noch immer sehr berührend, das ganze Geschehen Revue passieren zu lassen. Vieles ist passiert inzwischen.

Da sind beispielsweise auch viele Produkte aus der ehemaligen DDR nach dem Mauerfall untergegangen. Aber die Gurkeneinlegereien rund um Lübbenau haben die Wende nicht „vergurkt“. Diese beliebte Spezialität aus dem schönen Spreewald ist nach wie vor überall zu kaufen. Im Jahre 2003 hat auch der preisgekrönte Film „Good Bye, Lenin“ die Spreewälder Gurken weltberühmt gemacht.

Im Spreewald gibt es den Gurkenanbau nachweislich seit dem 8. Jahrhundert. Vermutlich brachten die Sorgen das Saatgut aus ihrer Heimat, den Karpaten, mit. Durch die günstigen Bodenverhältnisse, nämlich den besonders humusreichen Boden, ist die Gegend für den Gurkenanbau prädestiniert. Das Zentrum der Spreewaldgurkenindustrie ist Lübbenau, die „Stadt der Gurken“. Im 16. Jahrhundert siedelten sich holländische Tuchmacher im Norden der Stadt, im „Gurkenviertel“, an. Sie stellten feines Tuch her, das aber kaum jemand kaufte. Hier webte jeder nämlich selbst. Die Tuchmacher litten Hunger und begannen in ihrer Not mit der Konservierung von Gurken, die sie in Salz und Wasser einlegten. So kam man zur der Lübbenauer Salzgurke.

Lübbenau wurde zum Umschlagplatz für Gurken. Landwirte aus dem ganzen Spreewald brachten ihre Erzeugnisse mit den berühmten Spreewaldkähnen in die Stadt. Es entstanden zahlreiche Konservenfabriken, die „Gurkeneinlegereien“ heißen. Allein im „Gurkenviertel“ gibt es heute noch fünf Betriebe, die nach den alten Rezepten arbeiten.

Seit 1999 tragen die Spreewälder Gurken die Auszeichnung „geschützte geographische Angabe“, zu vergleichen mit „Aachener Printen“ oder „Dresdner Christstollen“. Das bedeutet, dass mindestens 70 Prozent der Gurken als Rohware aus einem Gebiet rund um Lübbenau stammen.

Übrigens: Schon der alte Fontane hat die Spreewaldgurken in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ erwähnt. Er beschreibt, dass die Spreewaldprodukte in Lübbenau gesammelt werden und dann in die Welt versandt werden. Am meisten eben Gurken.

Foto: Peter Becker / pixelio.de

Die Eiszeit war gar nicht so eisig!

eiszeitMan lernt nie aus, da gibt es in Bonn im Rheinischen Landesmuseum eine Ausstellung mit dem Titel: „Eiszeitjäger – ein Leben wie im Paradies“. Wenn man das liest, war es ja wohl gar nicht so eisig kalt damals. Man verbindet mit dem Begriff „Eiszeit“ im Allgemeinen Schnee und Sturm, ein Dasein in Furcht und dicken Fellen. Wissenschaftler beschreiben das Klima der Eiszeit als stabile Wetterlage und eigentlich recht angenehm.

Wie stellt man sich denn nun das Leben in der späten Eiszeit, vor ca. 15.000 Jahren vor? Das Klima war schon rau, „Paradies“ erscheint als schöne Metapher. Aber die Wetterlage war wirklich im Gegensatz zu heute gleichbleibend und verlässlich. Im Sommer herrschte anhaltend mildes Schönwetter mit leichtem Wind, Stürme gab es nicht. Das wurde durch die Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre verhindert. Im Winter war es frostig, aber nicht sonderlich kalt.

Was bedeutete das konkret für das Leben damals? Die großen Gletscher waren  vor 15.000 Jahren gerade erst dabei, sich zurückzuziehen. Das Land glich einer riesigen Tundra, mit kleinem Gebüsch. Spätestens im März hat die Sonne Moose, Sträucher und Flechten vom Schnee befreit. Anfang Mai hat sich der Boden bis auf einen halben Meter Tiefe erwärmt. Die Pflanzen gedeihen prächtig, durch den darunter liegenden Permafrost gibt es keinen Gewässerabfluss. Da alle Nährstoffe im Boden erhalten bleiben, nimmt die pflanzliche Fruchtbarkeit zu. Dadurch und bei den günstigen Einstrahlungsverhältnissen der Sonne ist es für die Menschen ein gutes Leben.

Rentiere, Moschusochsen, Wildpferde und Hirsche gab es in der Tundra, auch Mammuts, Wollnashörner, Säbelzahnkatzen – lauter Beutetiere, die natürlich nicht so einfach zu erlegen waren. Aber ihr Fleisch sorgte für eine eiweiß- und fettreiche Ernährung. Das Fett lieferte genug Brennstoff gegen die Winterkälte, Phosphorverbindungen sorgten für den Aufbau des immer anspruchsvolleren Gehirns. Was Wissenschaftler herausgefunden haben, ist, dass das Gehirnvolumen des Menschen in der Eiszeit von 1200 Kubikzentimetern auf über 1500 Kubikzentimeter stieg. Auch die Knochen wurden massiver, das mittlere Gewicht lag auf der Höhe wie heute.

Man weiß, dass sich über der Stirn noch ein deutlicher Rand wölbte, aber ansonsten war die Statur der Menschen damals unserer heutigen sehr ähnlich. (Übrigens waren die Neandertaler vor 15.000 Jahren schon ausgestorben.)

Wer interessiert ist: „Eiszeitjäger – Leben im Paradies – Europa vor 15.000 Jahren“ heißt die Jubiläumsausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn vom 23.Oktober 2014 bis 28.Juni 2015. – im Internet: www.landesmuseum-bonn.lvr.de

Foto: Andreas Sulz / pixelio.de

 

Die Bandas – Gewürzinseln am Ende der Welt –

muskatEin faszinierender Reisebericht über eine den meisten unbekannte Welt hat mich sehr gefesselt. Da lohnt es sich, einmal näher reinzuschnuppern. Es geht um die Bandas, eine der schönsten Inselgruppen Indonesiens. Man findet sie als winzigen Punkt auf der Landkarte, sie gehören zu dem Archipel der Molukken.  Aber vor 500 Jahren, so ist überliefert, lieferten sich Portugiese, Niederländer und Engländer heiße Kämpfe um die zehn Inseln. Sie waren nämlich damals der einzige Ort auf der Welt, wo Muskatbäume wuchsen. Muskatnüsse waren damals eines der wertvollsten Handelsgüter. Im Mittelalter soll der Preis bei einer halben Kuh pro Nuss gelegen haben!

Die europäischen Herrscher brannten darauf, den direkten Weg zu diesen sagenhaften Inseln zu finden. Viele der bekanntesten Entdecker, von Ferdinand Magellan bis Vasco da Gama – segelten los, um die Molukken zu finden, dort am Ende der Welt. Auch heutigen Reisenden geht es so, so wird berichtet, wenn sie per Schiff anreisen und die sagenhaften Inseln am Horizont auftauchen sehen.

Auf der Hauptinsel Banda Neira kann man heute noch die Überreste der damaligen Festungen sehen, die die Portugiesen und Niederländer errichtet hatten. Kanonen rosten am Straßenrand vor verfallenen Kolonialvillen. Durch blühende Bougainvillea kann man Treppen hinauf steigen zum Fort Belgica, das als einzige Festung renoviert wurde. Der Ausblick ist einzigartig, man fühlt sich mit etwas Fantasie in die alte Piratenwelt versetzt.

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55 Jahre alt – und ewig jung: Asterix und Obelix

asterixVor 55 Jahren – man glaubt es kaum – ist der erste Asterix-Comic erschienen. Es waren nur zwei Seiten in einer  Jugendzeitschrift. Noch heute sind Asterix und Obelix, das unschlagbare Gespann, allgegenwärtig. Heiß geliebt von Generationen, mich selbst mit eingeschlossen! Die Bände findet man in jeder Buchhandlung, meist auch in den Bahnhofsbuchhandlungen. Im Fernsehen werden die wunderschönen Zeichentrickfilme oft wiederholt. Ebenso die Spielfilme, die man mit Starbesetzung gedreht hat.

Weltweit wurden mehr als 230 Millionen der 35 Asterix-Bände verkauft. Übersetzt wurden sie in viel Sprachen und Dialekte. Die beiden Schöpfer der pfiffigen Gallier – Albert Uderzo und René Goscinny – sind damit die erfolgreichsten Autoren Frankreichs.

Man kann sich in den Büchern herrlich  in die Abenteuer reinversetzen, die Asterix, der Intelligente, und sein Freund Obelix, der gemütliche Dicke (den man aber nicht dick nennen darf!) erleben. Es geht die Sage, dass man seltsamerweise einen Heißhunger auf Wildschwein, der Lieblingsspeise der Gallier, entwickelt. Obwohl man gar keine Ahnung hat, wie das schmeckt.

Das beste ist, dass man bei Asterix auch etwas über Geschichte lernen kann. Was so 50 Jahre vor Christi Geburt nur ein paar hundert Kilometer von uns entfernt passiert ist. Vor allem über Cäsar, den römischen Feldherrn, der vieles, auch Frankreich erobert hat. Er war so berühmt, dass man seinen Namen in Deutschland zu „Kaiser“ und in Russland zu „Zar“ abgewandelt hat. Aber nur an dem kleinen Dorf der Gallier hat sich Cäsar die Zähne ausgebissen. Vor allem weil der Druide Miraculix die Dorfbewohner mit einem Zaubertrank versorgt hat. Der hat sie unbesiegbar gemacht. Leider findet man das Rezept in keinem Geschichtsbuch!

Übrigens kommt der Name Asterix von dem Sternchenzeichen, das Asterisk heißt. Es befindet sich rechts oben auf der Computertastatur:*. Das -ix, mit dem fast alle Namen der Gallier enden – Verleihnix, Troubadix, Majestix, sogar der treue Hund Idefix – haben sich die Autoren von den Namen der gallischen Könige geliehen. Beispielsweise von Vercingetorix, der von Cäsars Legionen fürchterlich verprügelt wurde. Was den meisten nicht bekannt ist, in den Bänden mit gerader Zahl bleibt Asterix im Dorf, in denen mit ungerader Zahl begibt er sich mit Obelix auf Reisen.

Übrigens gibt es sogar ein Supermann-Heft aus dem Jahre 1986, in dem der amerikanische Held zurück durch die Zeit reist – zu einem Dorf mit Galliern. Leider trifft er dabei nicht auf Obelix. Noch eine Info: Die Abenteuer des Asterix, Band 1 – 35, sind in deutscher Sprache bei der Egmont Ehapa Media GmbH und der Egmont Comic Collection erschienen. Der aktuelle Band ist „Asterix bei den Pikten“.

Weiterhin wünsche ich Euch und mir viel Spaß bei den beliebten Helden!

Foto: sanjos / pixelio.de

Rendez-vous in der Camargue…..

camarqueVieles spricht jetzt noch für eine Reise in den südfranzösischen Herbst, vor allem die Ruhe. Wenn die Saison austrudelt und die Touristenströme weg sind, lässt es sich bei dem noch milden Wetter gut aushalten. Die ideale Reisezeit geht noch bis in den November. Nur, wenn in Frankreich Herbstferien sind – vom 19. Oktober bis 2.November – wird es nochmal lebhaft. Die deutlich niedrigeren Übernachtungspreise sind ein Anziehungspunkt, nur die Schiffstickets haben weiterhin unveränderte Preise. Die freie Wahl bei Parkplätzen, Cafè-Logenplätzen, Barhockern sind auch sehr angenehm. In der herbstlichen Camargue lässt sich das Typische der Region viel entspannter erleben. Hier, wo die Rhone zu einem Delta verzweigt, ins Mittelmeer fließt. Von den rosa Flamingos sind zwar schon viel ins Winterquartier geflogen, aber beispielsweise in den Salzgärten von Aigues-Morte bekommen die Besucher noch viele Vögel zu sehen. Sie verharren in den Verdunstungsbecken der Saline. Jetzt im Herbst ist die Ernte der Salzplatten zwar abgeschlossen, doch die hoch aufgetürmten weißen Berge, die auf den Abtransport warten, sind ein imposanter Anblick. (mehr …)

Was Kinder so malen …….

zeichnungDa gab es eine bemerkenswerte Studie des King`s Colleges in London, die Kindermalereien untersuchte. Die schönen Krikel-Krakel von Strichmännchen oder was kleine Kinder so zeichnen, sollen Hinweise auf die spätere Intelligenz geben!

Das Forscherteam ließ über 7.500 ein- und zweieiige Zwillingspaare vom Alter von vier Jahren den sogenannten „Männchen-Zeichen-Test“ machen. Dabei mussten die Zeichnungen nicht künstlerisch bedeutend sein. Es ging lediglich darum, ob alle wichtigen Körperteile und Gesichtsmerkmale in der richtigen Anzahl und an der richtigen Stelle zu sehen waren. Also wollte man sehen, ob die Kinder richtig beobachten und dieses auch darstellen konnten.

Direkt nach dem Test und dann zehn! Jahre später haben die Forscher die Kinder auf ihren IQ untersucht. Das Ergebnis war verblüffend: Die Kinder, die mit vier Jahren die vollständigsten Figuren zeichneten, schnitten in einem Test, der nach dem Zeichnen gemacht wurde, besser ab. Und auch zehn Jahre später waren sie besser. Also, so die Wissenschaftler, lässt sich also nicht nur an den Zeichnungen prognostizieren, wie hoch die aktuelle Intelligenz ist, sondern auch die spätere Entwicklung.

Was nicht überraschend war, so wurde erläutert, dass sich die eineiigen Zwillinge sowohl im Test als auch in der späteren Untersuchung mehr ähnelten als die zweieiigen. Die Kinderpsychologin, die das Projekt leitete, betont aber, dass sich Eltern von nicht so zeichnerisch begabten Kindern keine Sorgen um deren IQ machen müssten. Denn es gäbe noch zahlreiche andere- genetisch und umweltbedingte Faktoren, die sich später noch auf die Intelligenz auswirkten!

Foto: Angelina Ströbel / pixelio.de

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