Schon vor etlichen Jahren habe ich in einem virtuellen Adventskalender über Weihnachtsbräuche in aller Welt geschrieben. Nun fiel mir das Büchlein, woraus ich die Kenntnisse hatte, wieder in die Hände. Hier ein paar Auszüge, alles aufzuschreiben, wäre zuviel:
In Deutschland gibt es traditionell Gänsebraten oder auch Wild und Karpfen. Da ist interessant zu wissen, warum Gänsebraten und nicht Lamm oder Rind? Dies geht bis ins Mittelalter zurück, da wurde die Adventszeit sehr streng eingehalten, wie eine Fastenzeit. Ohne Butter, Eier, Fleisch. Am Weihnachtsabend wurde das Fasten „gebrochen“ und man aß in vollen Zügen, natürlich nahrhafte und fette Speisen, wie eben Gänsebraten. Das Weihnachtsgebäck hat übrigens auch mit dieser Zeit zu tun, denn es war auch verboten. Aber man kam auf einen Trick – Lebkuchen und Honigbrote waren erlaubt, sie galten wegen ihrer Gewürze als Heilmittel!
Was bei uns die Gans ist, ist in vielen Ländern der Truthahn, der „Turkey“. Beispielsweise in: England, Irland, USA, Australien. Aber auch in Malta, das ja lange englisch war, wird gefüllter Truthahn gegessen., dazu der Christmas-Pudding nach englischer Art. Aber auch Timpara, ein maltesisches Nudelgericht und maltesisch-typisches Gebäck. Aber auch in Frankreich wird „Dinde aux marrons“ – Truthahn mit Maronen, gegessen. Zum Nachtisch gibt es nach altem Brauch „Búche de Noel“, der wie ein Baumstamm aussieht. Früher verbrannte man ein Holzscheit im Kamin und streute die Asche auf die Felder, das sollte Glück für eine gute Ernte im nächsten Jahr bringen.

Eva
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Ganz klar, werden jetzt die Hausfrauen sagen, die mit der Weihnachtsbäckerei beschäftigt sind: Wir wissen doch, wo das Backpulver herkommt: von Dr.Oetker, Bielefeld. Allerdings geht eigentlich die Erfindung des Backpulvers auf den Chemiker Justus von Liebig zurück, aber es stimmt schon, die meisten Verbraucher denken an Dr. Oetker.
Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen fallen, ist sie da, die dunkle Jahreszeit. Da geht es uns wie den Kuscheltieren, sie wollen alle beieinander sein. Da wächst das Bedürfnis nach Geborgenheit, Home sweet Home ist uns dann am liebsten.
Erfreulicherweise kommen alte Gemüsesorten, die man im Zeichen der Globalisierung fast vergessen hatte, wieder mehr zur Geltung. Noch vor wenigen Generationen waren viele Sorten alltägliches Essen. Gerade Bio-Landwirte haben sich der Anpflanzung von Gemüsen, die man damals kannte, verschrieben. Wer kennt heute Mairübe, Bamberger Hörnchen, Zuckerhut, alte Bohnen-, Karotten- und Mangoldsorten, Pastinaken und viele mehr?
Auch wenn sie lecker schmecken, Nüsse, Kerne und Samen waren lange als Dickmacher verschrieen. Doch das Image ändert sich, weil sich herausgestellt hat, dass sie durchaus ihr Gutes und vor allem Gesundes haben.
Was viele nicht wissen, Papyrus ist nicht nur bekannt aus dem alten Ägypten, es ist auch die Bezeichnung für eine Grünpflanze, auch Grünlilie genannt. Eine besondere Eigenschaft außer dem schönen Aussehen ist, dass sie besonders viel Luftfeuchtigkeit abgibt. Bei einer 1,50 m hohen Pflanze verdunsten pro Tag bis zu zwei Liter Wasser, so haben Experten von BUND erläutert.
Kein Grund, traurig zu sein, dass der Sommer vorbei ist. Gerade für Hausfrauen und Köche ist der Herbst – kulinarisch gesehen – die schönste Jahreszeit. Bohnen, Kürbisse, junge Kohlsorten, das erste Wildbret und natürlich Pilze in allen Formen und Farben erfreuen uns. Jetzt schießen sie wieder aus dem Boden, da fällt einem doch bestimmt unser altes Kinderlied ein: „Ein Männlein steht im Walde….“. Aber genau so, wie man das Lied zwischen Hagebutte und Fliegenpilz deuten kann, so ist es mit den Pilzen. Viele Speisepilze haben giftige Doppelgänger.